Hinter den Kulissen des Free-your-spirit-Film-Workshops


An einem Tag die Kunst des Filmens erlernen? Unmöglich, mögen viele sagen.

Und ich schließe mich dem an, denn kaum ein Feld ist so vielschichtig und facettenreich, so technisch und kreativ zugleich, wie das Filmen.


Als ich 2013 meine Ausbildung zur Mediengestalterin Bild und Ton begann, da ahnte ich noch nicht, welche Leidenschaft mich packen würde.

Auf die Frage, ob ich lieber fotografiere oder filme, gibt es keine klare Antwort meinerseits. Ich liebe beides gleich, denn es ist eigentlich unvergleichlich, auch wenn sich viele Dinge ähneln.

Die Tatsache, dass beim Film der Ton dazu kommt und dadurch eine ganz andere, intensivere Atmosphäre erzeugt wird, macht das Ganze so spannend.

Ich habe mein Leben lang Musik gemacht und jetzt habe ich einen Beruf, der meine beiden Leidenschaften Musik und Kunst vereint.

Ich könnte stundenlang darüber philosophieren, warum uns Filme beeindrucken und fesseln und warum jedes Stückchen Film ein Ausschnitt aus einer ganz persönlichen Wahrnehmung ist, aber ich habe mir vorgenommen, euch im heutigen Posting etwas über den großen Free-Your-Spirit-Film-Workshop zu erzählen und zu zeigen.

Das Jahr 2017 sollte für mich das Jahr werden, in dem ich Dinge umsetze, die ich lange schon vor mir her geschoben habe.

Workshops habe ich schon in verschiedenen Städten gegeben, aber da war ich immer eingekaufte Dozentin. Ich wollte unbedingt einen Workshop ganz nach meinen Vorstellungen geben, mit meinen Themen und mit einer wundervollen Atmosphäre. Und nachdem mich einige Menschen anfragten, ob ich denn Workshops gebe, fasste ich den Mut und plante meinen eigenen Workshop.

Die beste "Location", wobei ich dieses Wort ungern benutze, denn es ist für mich schon quasi mein zweites Zuhause, ist das Künstlerhaus in Föhren, das Annamalt und Edward Naujok erschaffen haben. Es ist ein einzigartiges Lebenswerk, das es seinesgleichen so auf keinen Fall nochmal auf dieser Welt gibt.


Egal wo man hinschaut, entdeckt man etwas. Seien es provokative Aussagen, Teekannen in der Türfassung, schwimmende Popos oder kunstvolle Malereien. Die Liste kennt kein Ende.
Die Farben, die Formen, die komplette Hausgestaltung nehmen einen direkt ein und ziehen einen in den Bann, ganz wie die Hausbesitzerin Annamalt, die für mich eine unvergleichlich tolle Persönlichkeit ist.


Der Workshop begann mit einer kleinen Hausführung und Annamalt zeigte uns die Räume, erklärte uns Besonderheiten und hinterließ viele staunende Gesichter.


Es ist nicht selbstverständlich, dass jemand einem seine privaten Räume zur Verfügung stellt und dafür möchte ich auch nochmal ganz lieb DANKE sagen. 

Wir hatten eine wunderbare Zeit in ihrem Haus und natürlich atemberaubende Hintergründe und Motive, die unseren kleinen Workshopfilm zu etwas Besonderem gemacht haben.









Die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren, denn auch für das leibliche Wohl wurde rundum gesorgt. Gemüse für die große Mittagspause wurde geschnibbelt und portioniert.



Wir fingen also mit dem theoretischen Teil an, der den Teilnehmern einen Einblick in die große Welt des Filmens geben sollte und gleichzeitig ein Leitfaden darstellte, an dem man seine eigenen Projekte umsetzen konnte.

All meine Erfahrung aus 4 Jahren Ausbildung und Selbstständigkeit versuchte ich einfach und verständlich meinen Teilnehmern mitzugeben, ohne sie mit zusätzlichem Wissen zu überfluten.





Die Teilnehmer verstanden sich untereinander auch super und waren total aufmerksam und wissbegierig.

Nach der großen Essenspause und dem Kennenlernen mit Paar und Visagistin ging es auch schon ans Eingemachte. Das zuvor erklärte technische Wissen sollte gleich praktisch umgesetzt werden.




Ganz viel Unterstützung bekam ich von meiner lieben Freundin Mika, die mit mir zusammen das kreative Konzept für den Workshop ausarbeitete. Sie half bei den Essensvorbereitungen und zauberte eine wundervolle Deko.
Mika und ich sichteten die tollen Schmuckstücke von Marvellous Mary, die wir für den Workshop zur Verfügung gestellt bekamen, und hätten am liebsten alles behalten.





Sie ist für mich ein wahres Naturtalent! Mir fällt überhaupt nichts ein, was sie nicht könnte....OK, sie kann sich nicht an Filme erinnern...Aber dafür kann sie die Filme dann immer wieder anschauen :D

Nicht nur die Deko war ihr Verdienst, auch die wunderschöne Torte hat sie gebacken.
Mika war die erste Braut, die mich damals angefragt hatte ihre Hochzeit zu fotografieren, und zählt heute zu meinen engsten Freunden.


Während Mika, Anna und Edy also den Workshopraum umdekorierten, fingen unsere Dreharbeiten mit Laura und Martin an.



Sie waren unser Workshop-Paar und machten einen wundervollen "Job".
Ich arbeite in solchen Fällen IMMER mit echten Paaren, denn nur die bringen auch ECHTE Emotionen rüber.

Die beiden waren einfach wundervoll und ich bin super dankbar, dass eine liebe Braut von 2016 Laura den Tipp gegeben hat, sich als Workshop-Paar zu bewerben. Und auch ihrem Liebsten, dem netten Martin, gebührt hier ein ganz großes Dankeschön.

Er hat eine unglaubliche Geduld mitgebracht und war dabei total authentisch.



Während wir die Kameras einstellten und die verschiedenen Stabilisierungsmöglichkeiten ausprobierten, warteten die beiden auf dem Schauckelbett und haben sich sicherlich gefragt, welche seltsame Fachsprache wir da sprechen.


Alle waren wirklich top konzentriert bei der Sache und neugierig.




Sarah Kauth war für das perfekte Make-up zuständig und kam trotz kaum vorhandener Stimme. Danke für deinen Einsatz, Sarah - wir waren alle begeistert!





Die liebe Anna beobachtete geduldig, wie wir in ihren vier Wänden werkelten, und machte auch ganz viele Fotos!

Dann wurde es bei Kerzenschein romantisch und Simon und Laura durften in Beobachtung von allen an einem wunderschönen Tisch dinieren.









Leider regnete es an unserem Workshoptag und wir mussten die Außenszenen nach innen verlagern.

Mir war es wichtig, dass die Teilnehmer vor allem auch mit einer Low-Light Erfahrung aus dem Workshop gehen und die Vorteile von digitalen Spiegelreflexkameras kennen lernen.

Unsere letzte Szene drehten wir dann vor den lodernden Flammen des Kamins, bevor wir das Schnittprogramm starteten um in die Aufnahmen reinzuschauen. Wir alle waren neugierig und wollten sehen, was wir in den letzten Stunden so produziert haben :)

Die kleinen Ausschnitte, die an die Wand projiziert wurden, ließen alle unsere Herzen etwas höher schlagen, und ich glaube, vor allem die Herzen unseres Workshop-Paares, das sich so vorher noch nie gesehen hatte.


Einen ganz besonders großen Dank möchte ich an dieser Stelle auch an Edy richten, der neben den ganzen Vorbereitungen wie Technik-Aufbau, Essensvorbereitung und Teilnehmerbewirtung auch noch ab und an Making-Of-Fotos gemacht hat, die diesen Blogpost zieren.



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