Gänsehaut


Ich habe Gänsehaut, wenn die Musik, die ich liebe mir durch mein Mark fährt.

Wenn sie mich ergreift. Vollkommen.



Wenn ich nicht mehr hier sondern in einer ganz anderen Sphäre bin, und umso presenter bin als sonst
Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr eure Lieblingsmusik hört?

Es sind Momente , Sekunden des Glücks.

Frösteln. Oh wie gern würde ich Momente einfrieren können.

Wie gerne würde ich Worte und Gelächter immer wieder hören wollen.

Aber es geht stetig weiter. Das Rad. Das Leben.

Bis zum nächsten Gänsehautmoment.


Ich habe grade diesen Moment.
Und ich nutze die Chance in diesem Gefühl zu schreiben.

Kennt ihr das, wenn ihr euer Leben lang versucht den Sinn des Lebens zu finden?

Und erinnert ihr euch an den Moment, in dem ihr festgestellt habt, das ihr lebt...und dass das mal anders war?

Die Vorstellung einmal nicht existiert zu haben war seltsam als ich als Kind darüber nachdachte.
Die Welt und das Universum zu begreifen schien unmöglich und doch wollte man alles erklärt haben.

Immerhin konnte man uns doch sonst alles erklären. Die Erwachsenen wussten doch alles... Wie Regenbogen enstehen, warum der Himmel blau ist, wo die verstorbenen Verwandten hingehen...

Das erste Mal in meinem Leben erschreckten mich meine Gedanken.
Sie waren zu Grenzen hin aufgebrochen, die ich niemals übersteigen würde. So dachte ich zumindest.

Ich dachte mein Dasein würde auf ewig in Unwissenheit sein und die Tatsache, dass es niemanden gibt, der es mir erklären kann, machte es nicht einfacher. Ich akzeptierte, dass ich wie viele andere weiterhin suchen würde.

Und dann passierte das Leben. Es passierten Lebensgeschichten, schlimme Dinge, schöne Dinge...das was es eben ist, das Leben. Unberechenbar.

Wenn man bei google nach dem "Sinn des Lebens" sucht oder nach der Definition für "Glück" dann kann man sich durch unendlich viele Seiten lesen, Bilder mit Zitaten anschauen und ist doch kein bisschen klüger als zuvor.

Irgendwann ging ich so dermaßen im Strudel des Lebens unter, dass mich die Frage nach " Wie schaffe ich es weiterhin zu atmen?" mehr beschäftigte als die Frage nach dem Sinn des Lebens.

Alles um mich herum, alle Konventionen und unser System brachten mich komplett weg von dem, was ich als Kind immer wissen wollte...als ich noch Zeit hatte über diese Dinge nachzudenken.
Auf einmal fingen alle Sätze mit "DU MUSST... schlank sein, gute Noten haben, den Teller aufessen,...." an







Wie einfach war doch der Tagesablauf, das Atmen, als man noch nicht in Systeme gequetscht wurde.

Und dann kam der Kindergarten, die Grundschule, das Gymnasium, das Studium...ständig wurde man irgendwo reingepresst. Irgendwo wo man gar nicht hin gehörte.
Aber immer wissen alle um uns herum alles besser. Was gut für uns ist. Was wir tuen sollten.

Wir haben aufgehört auf unser Innerstes zu hören, weil der Lärm von außen so laut wurde, dass wir das Innere nicht mehr hören konnten !

Weiter, schneller, höher...als würde uns das zu Übermenschen machen, als würde uns das die Chance geben, hervorzustechen, aus der Masse, in die wir reingepresst wurden und werden.


Schon wieder ein Gänsehautmoment.

Das Bewusstsein, sich von diesem System frei machen zu können und sich das zu erschaffen, was man erschaffen soll, ist unglaublich befreiend.

Letzte Woche hatte ich diesen einen Moment, der mein komplettes Denken verändert hat.
Ich war schon immer eine Träumerin. Träumte von einer besseren Welt. Von Menschen, die sich gegenseitig achten und lieben. Ich träumte von bedingungsloser Liebe und was das mit der Welt machen könnte.

Letzte Woche kam dann der Moment, der mir zeigte, dass die Frage, nach dem Sinn des Lebens beantwortet wurde. Und das ohne, dass ich weiter nach der Antwort gesucht hätte.

Der Sinn des Lebens ist (für mich) bedingungsloses Lieben. Auf allen Ebenen.

Das fängt bei dir an.
Das geht weiter im Beruf
Das geht weiter mit allen Menschen, die uns umgeben und zu denen wir jegliche Arten von Beziehungen führen
und es hört niemals auf.

So sehr mir der Augenblick Angst machte, damals, mit 9 als ich nach dem Sinn des Lebens fragte, so sehr macht es mich jetzt glücklich, zu wissen, zu fühlen was (mein) Sinn des Lebens ist.

Egal welcher Religion wir angehören, wenn wir ALLE lieben, dann wird diese Welt eine bessere Welt und bleibt nicht nur eine schöne Träumerei.

Und das schöne ist, wir können sofort anfangen.
Wir können unsere kleine Welt verbessern. Indem wir ehrlich zu uns selbst sind. Indem wir ehrlich zu anderen sind. Indem wir uns von Miesepetern nicht das Glauben an eine bessere Welt vermiesen lassen.


wie schön ist es doch geliebt zu werden. Wie schön ist es doch zu lieben.
Dem Leben die Chance geben, das zu leben was man leben soll.

Ich vergleiche das Leben immer mit einem Karton.
Ist der Deckel zu, kann nichts raus und nichts rein kommen.
Ist der Deckel auf, kann der leere Karton befüllt werden.

Und das nicht mit Materiellem, sondern mit Gefühlen, Erlebnissen, Freundschaften...mit Liebe.

Wir müssen eins tun. Unser Herz öffnen und der Stimme zuhören, die uns als Kind gesagt hat " Leg dich ins nasse Gras und hör den Vögeln zu während du die Wolken vorbei ziehen siehst...Es gibt keine Zeit. DU bist JETZT und HIER "

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